Der Tisch

der Tisch (6)

Zu einer der schönsten aber auch schwierigsten Arbeitsschritte gehört das Anschneiden bzw. Schlitzen der Zapfen. Für das traditionelle und fachgerechte Schlitzen mit der Gestellsäge wird das Werkstück leicht schräg in der Vorderzange eingespannt. Während des Sägens fluchtet man kontinuierlich mit dem rechten Auge über das Sägeblatt entlang der Hobelbankplattenkante. Somit bleibt der Schnitt gerade und läuft auf der Hinterkante nicht aus der Flucht heraus. Das Schlitzsägeblatt kommt zum Einsatz, da durch ein Vorspalten der Fasern bei der Zerspanung mit dem Faserverlauf große Späne entstehen. Diese werden durch große Sägezähne bzw. Spanlücken deutlich besser aus dem Sägeschlitz heraustransportiert. Auch eine erhöhte Reibung wird hierdurch vermieden (ein Absetzsägeblatt wäre überlastet). Zuletzt sollte die Stellung der Beine bei dieser – aber auch bei vielen anderen Tätigkeiten nicht außer Acht gelassen werden. Die Beine leicht gespreizt und ein gerader Rücken sind grundsätzlich zu empfehlen. Die richtige Körperhaltung hat einen großen Einfluss auf das Schnittergebnis.