Die Brötchen

Erstmal „kleine Brötchen backen“, so heißt es sprichwörtlich, wenn man sich selbst überschätzt hat. Erst einmal die kleine Dinge schaffen, bevor man sich an die ganz großen Dinge heranwagt… Oder, wenn wir etwas Großes verändern wollen, sollte man zunächst bei sich selbst anfangen, so könnte man es auch interpretieren. Zurück zum Thema, um das es heute nicht nur sprichwörtlich geht. Haben Sie schon einmal selbst Brötchen gebacken?… Da mir die Brötchen der Bäcker in unserer Nachbarschaft nicht mehr schmecken, habe ich mich genau diesem Thema angenommen. Nun backe ich seit gut einem viertel Jahr am Wochenende unsere Brötchen. Vielleicht fragen Sie sich warum ich diesen Aufwand betreibe? Es ist nicht nur eine reine Geschmacksfrage, sondern auch eine Kostenfrage, denn die Kosten für eine Packung Mehl/1000g halten sich sehr gering. Biologisch hergestelltes Mehl ist zwar im Verhältnis zum konventionellen Mehl um einiges teurer, trotzdem ist selbst das Bioland Mehl im Vergleich zum konventionellen eine sehr kostenminimierende Alternative, zu den heute hergestellten Industriebrötchen. Aus einer Packung Mehl für etwa 2,50€ bekomme ich etwa 14-16 Brötchen. Es lohnt sich aus vielerlei Gründen sich selbst kurz in die Küche zu stellen und einen Teig anzurühren. Viel braucht es dafür nicht: Mehl, Hefe, Wasser und eine Prise Salz. Natürlich kann man mit Leinsamen, Sesam-/ Sonnenblumenkernen, Mohn und/oder Haferflocken etc. noch ein bisschen Abwechslung schaffen, aber schon alleine durch das nicht genaue Abwiegen der Zutaten, hat man immer ein etwas anderes Ergebnis auf dem Frühstücksteller. „Sich erstmal kleine Brötchen zu backen“ ist also nicht nur ein schönes Sprichwort…, es ist kinderleicht. Vielleicht geht es nicht gleich beim ersten Mal so leicht von der Hand, so wie bei allen Dingen, die man vorher noch nie gemacht hat. Aber wie heißt es doch so schön „Übung macht den Meister“. Probieren Sie es aus – ich bin mir sicher, spätestens nach dem dritten Versuch haben Sie ein Ergebnis, was Sie eher motiviert weiterzumachen, als dass Sie aufgeben möchten. Wenn auch in Ihrer Nachbarschaft die Bäcker nicht mehr das machen, wofür sie eigentlich stehen, machen Sie Ihr eigenes Handwerk!