• der Tisch (12)

    Wer kennt ihn noch, den guten alten Putzhobel? – Wahrscheinlich die Meisten!  Doch die Wenigsten wissen, wofür er ursprünglich eingesetzt wurde. Bevor Anfang des 19. Jahrhunderts ein US-Amerikaner das Schleifpapier erfand, bearbeitete man die Holzoberfläche fertiger Bauteile – oder auch die Oberfläche ganzer Möbel – zum Schluss mit dem Putzhobel. Ziel war es, das Holz für den darauffolgenden Arbeitsschritt (das…

  • der Tisch (11)

    Für die Herstellung der Hirnleisten bedarf es viel Fingerspitzengefühl. Aber wofür betreibe ich den ganzen Aufwand? Sie erfüllen zum Einen den Zweck der Stabilisierung der Tischplatte gegen sog. Torsionskräfte, die durch einen drehwüchsigen Stamm fast in jedem Holzbrett auftreten können. Außerdem sind die verkeilten Leisten, die über eine Nut und Feder mit der Platte verbunden werden, auch optisch sehr schön.…

  • der Tisch (10)

    Langsam macht sich die Mühe bemerkbar. Etwa 30 Stunden beschäftige ich mich nun mit dem Projekt des kleinen Esstisches. Für den letzten Arbeitsschritt „das Zurichten der Tischplatte“, um den es heute geht, habe ich gute drei Stunden ununterbrochen gehobelt. Danach fühlte ich mich wie nach einem Besuch im Fitnessstudio. Die Oberfläche wies Anfangs starke Ausrisse auf, was an dem zwar…

  • der Tisch (9)

    In der letzten Woche lag die Außentemperatur in Norddeutschland weit unter dem Gefrierpunkt. Auch die Temperatur in meiner unbeheizten Kellerwerkstatt wanderte in einen unzumutbaren Bereich. Darum war es mir nicht möglich die Arbeit des kleinen Esstisches fortzusetzen. Ich fing mir eine leichte Grippe ein und verbrachte die meiste Zeit zuhause im Bett und trank überdurchschnittlich viel Tee. Auf den gestrigen…

  • der Tisch (8)

    Die Kunst ist es, mit wenigen stilistischen Mitteln Akzente zu setzen. Auf klassische Bauweisen zurückzugreifen und das Möbel dabei nicht überladen erscheinen zu lassen, so lautet auch das Prinzip vieler vergangener Stilepochen. Qualität ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Plattenwerkstoffe haben buchstäblich fast den gesamten Raum der heutigen Wohn-& Arbeitszimmer eingenommen. Diese Zeit in der vieles so kurzlebig scheint, in der…

  • der Tisch (7)

    Mit einem Lochbeitel beginne ich den heutigen Beitrag. Es handelt sich um ein fast vergessenes Werkzeug, welches auch im Zimmerhandwerk seine Anwendung findet. Doch auch ein Stecheisen wäre ein geeignetes Werkzeug, um die Löcher der Stollenfüße auszustemmen. Der Vorteil des Lochbeitels oder auch Schlitzeisen genannt, liegt in der geometrischen Form. Der dicke Stahl und die lange Fase eignen sich hervorragend,…

  • der Tisch (6)

    Zu einer der schönsten aber auch schwierigsten Arbeitsschritte gehört das Anschneiden bzw. Schlitzen der Zapfen. Für das traditionelle und fachgerechte Schlitzen mit der Gestellsäge wird das Werkstück leicht schräg in der Vorderzange eingespannt. Während des Sägens fluchtet man kontinuierlich mit dem rechten Auge über das Sägeblatt entlang der Hobelbankplattenkante. Somit bleibt der Schnitt gerade und läuft auf der Hinterkante nicht…

  • der Tisch (5)

    Das Anreißen der Verbindungen ist ein Arbeitsschritt der viel Konzentration verlangt. Man neigt dazu, direkt nach dem Anreißen der ersten Verbindung mit dem Schlitzen und Stemmen zu beginnen. Jedoch ist ein systematisches Vorgehen notwendig. Mit dem Streichmaß wird stets jedes einzelne Maß auf alle Teile übertragen, ohne es von Bauteil zu Bauteil zu verstellen. Somit gewinnt man Zeit und jeder…

  • der Tisch (4)

    Das Motto des heutigen Beitrags lautet: „Die Tischzarge und der Nuthobel!“ Warum die Zargenteile mit einer Nut versehen werden, darauf möchte ich später noch einmal Bezug nehmen. Kurz gesagt, dienen sie der Verbindung von Tischplatte und Zargengestell und sind später nicht sichtbar. Leider musste ich bei allen vier Nuten gegen den Faserverlauf hobeln, daher der Ausriss. Wenn man genau zuschaut…

  • der Tisch (3)

    Anders als bisher gibt es heute am Donnerstagabend schon den neunen Beitrag des „kleinen Esstisches“ für Sie. In den letzten Beiträgen, die ich Samstag mittags veröffentlichte, stellte ich die Tischbeine bzw. Stollenfüße her. Dass es in der Zeit in der sich die ersten Tischlerzünfte zusammenschließen, noch keine Tische in Stollenbauweise gab und der Tisch noch eine ganz andere Bedeutung hatte,…