der Tisch (3)

Anders als bisher gibt es heute am Donnerstagabend schon den neunen Beitrag des „kleinen Esstisches“ für Sie. In den letzten Beiträgen, die ich Samstag mittags veröffentlichte, stellte ich die Tischbeine bzw. Stollenfüße her. Dass es in der Zeit in der sich die ersten Tischlerzünfte zusammenschließen, noch keine Tische in Stollenbauweise gab und der Tisch noch eine ganz andere Bedeutung hatte, habe ich in dem ersten Beitrag schon einmal genauer erläutert. Um noch einmal kurz auf die Tischbeine bzw. Stollenfüße zurückzukommen. Grundsätzlich gilt es,   ihnen genügend Stabilität zu bieten, damit der Tisch später nicht wackelt. Dafür bedarf es einer Konstruktion, die für die meisten Menschen (der…

der Tisch (1)

Gestern habe ich damit begonnen eine Bohle aus Lindenholz aufzutrennen. Linden hatten schon zu früherer Zeit eine besondere Bedeutung. In einigen Regionen galten sie nicht nur symbolisch als Mittelpunkt eines Dorfes. Zu festlichen Anlässen wurden sie fröhlich umtanzt. Viele Bildhauer verwenden Lindenholz, da es sich hervorragend mit Schnitz- aber auch vielen weiteren Handwerkzeugen bearbeiten lässt. Im Instrumentenbau gehört es ebenfalls zu einer bevorzugten Holzart. Die guten Klangeigenschaften machen sich, wie ich finde, schon beim Grobzuschnitt bemerkbar.

Hobeleisen schärfen

Am gestrigen Nachmittag habe ich damit begonnen die Zargen für den „kleinen Esstisch“ zuzurichten. Während des Abrichtens stellte ich fest, dass das Hobeleisen des Doppelhobels sehr stumpf war. Darum schärfte ich es fachgerecht, im dem ich es über einen nassen Schleifstein (gelben Block) abzog. Nachdem ich beim Umherstöbern durchs Netz zwar auf viele ähnliche Videos gestoßen bin, diese aber nach meiner Auffassung nicht fachgerecht ausgeführt werden, möchte ich nun eine Technik vorstellen, die ein bisschen in Vergessenheit geraten ist. Der Vorteil dieser Technik ist, dass die Schneide des Hobeleisens deutlich länger scharf bleibt.

Zurichten

Jedes Möbel, jede Haustür, jede Treppe oder ähnliche Gegenstände aus Holz bestehen aus zusammengesetzten Bauteilen. Das Zurichten beschreibt den Arbeitsprozess um ein einfaches Massivholzbauteil auf ein definiertes Längen-, Breiten-& Dickenmaß herzustellen. Der gesamte Arbeitsprozess des Zurichtens wird in folgende Arbeitsschritte unterteilt: Holzauswahl Grobzuschnitt (grob ablägen, besäumen, Breite schneiden) Abrichten Winkelkante hobeln Breite hobeln Dicke hobeln Fertiglänge zuschneiden Hirnholz bestoßen

Der Beistelltisch

Gerade noch rechtzeitig zu Weihnachten fertig geworden bin ich mit meinem ersten handgefertigten Möbel dieses Blogs aus massivem Erlen-& Ahornholz. Erle lässt sich hervorragend verarbeiten, was mir zuvor bei maschineller Fertigung noch nie so aufgefallen war. Für die Gratleisten aus Ahorn brauchte ich leider zwei Anläufe. Das Gefühl versagt zu haben, verging nach kurzer Zeit. Denn der Aufwand neuer Gratleisten herzustellen, war im Vergleich zum Arbeitsaufwand des gesamten Beistelltisches, sehr gering. Die Bauweise, mit einer eingeschobenen Gratleiste quer zur Faser eines Brettes, ist erstmals im späten Mittelalter angewandt worden. Zu dieser Zeit wusste man schon genau, welche Tücken ein massives Brett (Tischplatte) so mit sich bringt….

Hobelbank aufarbeiten (8)

Zur Feier des Tages gibt es heute den finalen Videobeitrag zum Thema „Hobelbank aufarbeiten“. Den Moment als ich den Schrupphobel ansetzte und die ersten Stöße über die Buchenholzbankplatte verrichtete, werde ich nicht vergessen. Ich ahnte nur in etwa wieviel Arbeit da vor mir lag. Nun ist die Hobelbank fertig und die ersten kleinen Stöße und Druckstellen kommen von ganz alleine wieder in die Oberfläche – da bin ich sicher. Frohe Weihnachten!

Hobelbank aufarbeiten (7)

Heute habe ich die Beilade der Hobelbank wieder zusammengebaut. Den Boden habe ich ganz pragmatisch umgedreht, denn er war von der Unterseite noch ziemlich gut erhalten. Bevor ich ihn festnagelte, ging ich noch einmal kurz mit dem Putzhobel über die gute Seite. Es hat Spaß gemacht mal wieder einen Hammer in der Hand zu halten und ein paar Nägel ins Buchenholz zu treiben. Da ich die Hobelbankplatte nicht noch ein Weiters mal stürzen wollte, nutzte ich die Gelegenheit und stellte die Vorderzange nach (hierzu lesen Sie bitte den Pflegehinweis). Nachdem ich die Bankplatte wieder richtig herum drehte, war mir aufgrund des weit vorangekommenen Fortschrittes sehr gut zumute….