Quittenkonfitüre

Im Garten unserer Wohnung befindet sich ein Quittenbaum. Vielen jungen Menschen ist diese Frucht eventuell nicht mehr bekannt. Auch auf meinen Teller gehörte die Quitte bisher nicht. Das hat sich allerdings mit dem gestrigen Tag geändert. Nun zählt dieses Obst, was so eine Art Kreuzung aus Apfel und Birne ist, zu einer meiner Lieblingsfrüchte. Ok, einen kleinen Haken hat diese Frucht leider schon, denn sie ist nur gekocht genießbar. Dafür kommt sie ganz ohne Pestizide aus. 

Mein Korb fasste etwa 10 Kilogramm Quitten und nicht eine einzige von ihnen war von Insekten befallen. Eine wahre Vitaminbombe, die sich in der Natur durchzusetzen weiß. Außerdem ist die Quitte indirekter Namensgeber für die Marmelade (von portugiesisch marmelo für Quitte, aus dem griechischen melimelon „Honigapfel“).

Wie ein Honigapfelmus schmeckt sie besonders als Brotaufstrich. 

Wenn in Ihrem Garten oder in Ihrer Umgebung ein Wild-Quittenbaum steht, warten Sie nicht mehr allzu lang – probieren Sie es selbst aus und kochen sie sich eine leckere Quittenkonfitüre. Das Genieale an diesem Rezept ist, dass das eigentlich jeder hinbekommt. 😉

Zutaten:

  • 2 kg Quitten (gewürfelt und entkernt, bei 1kg wird die Konfitüre deutlich süßer, aber auch fester und haltbarer)
  • 500 g Bio-Gelierzucker (2:1, vegan)
  • Thymian/ Chilli je nach Belieben
  • 1 Liter Wasser

Zubereitung:

Quitten abreiben, um die haarige Oberfläche zu beseitigen. Die Quitten dann großzügig entkernen, vierteln und würfeln. Anschließend die Quittenwürfel in einen großen Kochtopf füllen, Herd einschalten und mit dem Wasserkocher kochendes Wasser hinzugeben (stromsparend). Nun den Gelierzucker und Gewürze (Thymian oder Chilli etc.) einrühren und 10 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Währenddessen die Gläser mit heißem Wasser ausspülen. Jetzt den Herd ausschalten und die köchelnde Masse mit einem Stabmixer pürieren. Zuletzt die köchelnde Konfitüre heiß in die Gläser einfüllen. Unmittelbar nach dem Befüllen sollte jedes Glas verschlossen und auf den Kopf gestellt werden, um es haltbar zu machen.